Aber heidschi bumbeidschi
Info
- Text & Musik
- aus Südböhmen
Entstehungsgeschichte
Das bairische Schlaflied ist seit dem frühen 19. Jahrhundert in Niederösterreich und Böhmen belegt; eine untextierte Lautentabulatur aus den 1730er-Jahren lässt die Melodie noch weiter zurückverfolgen. Die heute gesungene Fassung wurde um 1905 durch ein Liederheft des Deutschen Volkslied-Vereins Wien verbreitet, wobei die Melodie in Heuraffl bei Friedberg im Böhmerwald aufgezeichnet worden war. Die Bedeutung des Titelwortes ist in der Forschung umstritten; es könnte sich vom österreichischen Dialektwort für „in den Schlaf wiegen" ableiten.
Gemeinfrei
Dieses Lied ist gemeinfrei, da es vor über 70 Jahren anonym veröffentlicht wurde.
Notenblatt
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Liedtext
1. Strophe
Aber heidschi bumbeidschi, schlaf lange,
es is ja dei Muatter ausgange,
sie is ja ausganga und kimmt nimma hoam
und lasst dös kloan Büabale ganz alloan.
Aber heidschi bumbeidschi bum bum!
Aber heidschi bumbeidschi bum bum!
2. Strophe
Aber heidschi bumbeidschi, schlaf süaße,
die Engelein lassen di grüaße,
sie lassen di grüaßn und lassen di fragn,
ob du in' Himmel spazieren willst fahrn.
Aber heidschi bumbeidschi bum bum!
Aber heidschi bumbeidschi bum bum!
3. Strophe
Aber heidschi bumbeidschi, in' Himmel,
da fahrt di a schneeweißer Schimmel,
drauf sitzt a kloans Engerl mit oaner Latern,
drein leuchtet vom Himmel der allerschenst Stern.
Aber heidschi bumbeidschi bum bum!
Aber heidschi bumbeidschi bum bum!
4. Strophe
Und da Heidschi-Bumbeidschi is kumma
und hat ma mei Büaberl mitg'numma.
Er hat ma's mitg'numma und hat's neama bracht,
drum wünsch i mein' Büaberl a recht guate Nacht.
Aber heidschi bumbeidschi bum bum!
Aber heidschi bumbeidschi bum bum!