Am Brunnen vor dem Tore
Info
- Text
- Wilhelm Müller (1794-1827)
- Musik
- Franz Schubert (1797-1828) / Friedrich Silcher (1789-1860)
Entstehungsgeschichte
Wilhelm Müller schrieb das Gedicht „Der Lindenbaum" 1822/1823 als Teil des Zyklus „Die Winterreise"; Franz Schubert vertonte es 1827 als fünftes Lied seines gleichnamigen Liederzyklus (D 911). Friedrich Silcher arrangierte 1846 eine vierstimmige A-cappella-Fassung für Männerchor, die das Lied zum Volkslied machte und bis heute in Schulen und Chören gesungen wird.
Gemeinfrei
Dieses Lied ist gemeinfrei, da alle beteiligten Urheber bereits vor über 70 Jahren verstorben sind.
Notenblatt
Sie können das Notenblatt beliebig oft drucken, vervielfältigen und verwenden.
» Notenblatt für "Am Brunnen vor dem Tore" (in D-Dur) herunterladen (PDF-Datei)
Liedtext
1. Strophe
Am Brunnen vor dem Tore,
Da steht ein Lindenbaum:
Ich träumt' in seinem Schatten
So manchen süßen Traum.
Ich schnitt in seine Rinde
so manches liebe Wort;
Es zog in Freud und Leide
Zu ihm mich immer fort,
Zu ihm mich immer fort.
2. Strophe
Ich mußt' auch heute wandern
Vorbei in tiefer Nacht,
Da hab ich noch im Dunkel
Die Augen zugemacht.
Und seine Zweige rauschten,
Als riefen sie mir zu:
Komm her zu mir, Geselle,
Hier findst Du Deine Ruh,
Hier findst Du Deine Ruh!
3. Strophe
Die kalten Winde bliesen
Mir grad in's Angesicht;
Der Hut flog mir vom Kopfe,
Ich wendete mich nicht.
Nun bin ich manche Stunde
entfernt von jenem Ort,
Und immer hör ich’s rauschen:
Du fändest Ruhe dort,
Du fändest Ruhe dort!