Gemeinfreie Lieder

An der Saale hellem Strande

Info

Text
Franz Kugler (1808-1858)
Musik
Friedrich Ernst Fesca (1789-1826)

Entstehungsgeschichte

Der Berliner Kunsthistoriker Franz Kugler (1808–1858) schrieb den Text 1826 während eines Studentenausflugs auf die Rudelsburg an der Saale. Als Melodie verwendete er eine Komposition von Friedrich Ernst Fesca (op. 27, Nr. 1, 1822), die ursprünglich für den Text „Soldatenabschied" bestimmt war. Das Gedicht erschien 1830 in Kuglers „Skizzenbuch" und wurde ab 1833 in Liederbüchern verbreitet.

Gemeinfrei

Dieses Lied ist gemeinfrei, da alle beteiligten Urheber vor über 70 Jahren verstorben sind.

Notenblatt

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Liedtext

1. Strophe
An der Saale hellem Strande
stehen Burgen stolz und kühn;
Ihre Dächer sind zerfallen,
und der Wind streicht durch die Hallen,
Wolken ziehen drüber hin.

2. Strophe
Zwar die Ritter sind verschwunden,
Nimmer klingen Speer und Schild;
Doch dem Wandersmann erscheinen
In den altbemoosten Steinen
Oft Gestalten zart und mild.

3. Strophe
Droben winken schöne Augen,
Freundlich lacht manch roter Mund,
Wandrer schaut wohl in die Ferne,
Schaut in holder Augen Sterne,
Herz ist heiter und gesund.

4. Strophe
Und der Wandrer zieht von dannen
Denn die Trennungsstunde ruft
Und er singet Abschiedslieder
Lebewohl tönt ihm hernieder
Tücher wehen in der Luft.