Gemeinfreie Lieder

Bald gras ich am Neckar

Info

Text
nach "Des Knaben Wunderhorn", 1808, Fassung von Ludwig Erk, "Deutscher Liederschatz", Leipzig 1859-1872
Musik
Schnadahüpfel-Melodie, um 1830

Entstehungsgeschichte

Das Lied geht auf Auguste Pattberg (1769–1850) zurück, eine Dichterin aus Neckarelz bei Heidelberg, die einen älteren Schnaderhüpfel-Zweizeiler aufgriff und um sechs eigene Strophen erweiterte. Veröffentlicht wurde es erstmals 1808 in Des Knaben Wunderhorn (Band 2) von Achim von Arnim und Clemens Brentano, wo die Autorschaft Pattbergs verschleiert blieb. Seit den 1830er Jahren fand es Eingang in zahlreiche Liederbücher.

Gemeinfrei

Dieses Lied ist gemeinfrei, da der Urheber des Textes vor über 70 Jahren verstorben ist und die Musik vor über 70 Jahren anonym veröffentlicht wurde.

Notenblatt

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Vorschau Notenblatt

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Liedtext

1. Strophe
Bald gras ich am Neckar,
bald gras ich am Rhein,
bald hab ich ein Schätzel,
bald bin ich allein.

2. Strophe
Was hilft mir das Grasen,
wenn die Sichel nicht schneidt;
was hilft mir ein Schätzel,
wenn's bei mir nicht bleibt.

3. Strophe
Wo soll ich dann grasen
am Neckar, am Rhein,
so werf ich mein goldiges
Ringlein hinein.

4. Strophe
Es fließet im Neckar
und fließet im Rhein,
soll schwimmen hinunter
ins tiefe Meer 'nein.

5. Strophe
Und schwimmt es, das Ringlein,
so frisst es ein Fisch;
das Fischlein soll kommen
aufs König sein Tisch.

6. Strophe
Der König tät fragen,
wem's Ringlein soll sein?
Da tät mein Schatz sagen,
das Ringlein g'hört mein.

7. Strophe
Mein Schätzlein tät springen,
bergauf und bergein,
tät mir wiedrum bringen
das Goldringlein fein.

8. Strophe
Kannst grasen am Neckar,
kannst grasen am Rhein,
wirf du mir nur immer
dein Ringlein hinein.