Bunt sind schon die Wälder
Info
- Text
- Johann Gaudenz von Salis-Seewis (1762-1834), 1793
- Musik
- Johann Friedrich Reichardt (1752-1814), 1799
Entstehungsgeschichte
Der Text wurde 1782 von dem Schweizer Dichter Johann Gaudenz von Salis-Seewis (1762–1834) verfasst und 1786 unter dem Titel „Herbstlied" im Vossischen Musen-Almanach erstveröffentlicht. Die Melodie, die dem Lied zu seiner Volksverbreitung verhalf, komponierte 1799 Johann Friedrich Reichardt; Franz Schubert schrieb 1816 eine eigene Vertonung (D 502), doch blieb Reichardts einfachere Weise die populärere.
Gemeinfrei
Dieses Lied ist gemeinfrei, da alle beteiligten Urheber bereits vor über 70 Jahren verstorben sind.
Notenblatt
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Liedtext
1. Strophe
Bunt sind schon die Wälder,
gelb die Stoppelfelder
und der Herbst beginnt.
Rote Blätter fallen,
graue Nebel wallen,
kühler weht der Wind.
2. Strophe
Wie die volle Traube
aus dem Rebenlaube
purpurfarbig strahlt!
Am Geländer reifen
Pfirsiche mit Streifen
rot und weiß bemalt.
3. Strophe
Flinke Träger springen
und die Mädchen singen,
alles jubelt froh!
Bunte Bänder schweben
zwischen hohen Reben
auf dem Hut von Stroh.
4. Strophe
Geige tönt und Flöte
bei der Abendröte
und im Mondesglanz;
junge Winzerinnen
winken und beginnen
frohen Erntetanz.