Gemeinfreie Lieder

Die Gedanken sind frei

Info

Um 1780 wurde der Text zum ersten Mal auf Flugblättern veröffentlicht. Im Zeitraum zwischen 1810 und 1820 entstand die Melodie dazu, und das Lied wurde in der Sammlung "Lieder der Brienzer Mädchen" in Bern gedruckt. Im Jahr 1842 wurde das Lied in "Schlesische Volkslieder" von Hoffmann von Fallersleben und Ernst Richter veröffentlicht, diese letzte Version stammt von Hoffmann von Fallersleben. Die grundlegende Philosophie ist bereits aus der Antike bekannt. Das Kernmotiv des späteren Liedtextes findet sich schon im 13. Jahrhundert unter anderem bei Freidank (Bescheidenheit, 1229) und Walther von der Vogelweide (joch sint iedoch gedanke frî – Sind doch Gedanken frei). (Wikipedia)

Text: Anonym (Volkslied, um 1780)
Musik: Traditionell

Entstehungsgeschichte

Das Lied wurde nach der gescheiterten Revolution von 1848 zeitweise verboten; um Zensoren zu täuschen, wurde auf Flugblättern teils eine harmlose Strophe vorangestellt. Es wurde zum dauerhaften Symbol geistiger Freiheit in der deutschen Geschichte: Sophie Scholl spielte die Melodie 1942 auf der Blockflöte durch Gefängniswände für ihren inhaftierten Vater, nach Ernst Reuters Berliner Blockade-Rede 1948 sangen es spontan über 300.000 Menschen, und während der Dresdner Montagsdemonstrationen 1989 spielte es die Staatskapelle vor Tausenden auf der Straße.

Gemeinfrei

Dieses Lied ist gemeinfrei, da es sich um ein anonymes Volkslied handelt, das um 1780 erstmals auf Flugblättern erschien. Hoffmann von Fallersleben hat das Lied 1842 lediglich in seiner Sammlung veröffentlicht, gilt aber nicht als Urheber.

Notenblatt

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Vorschau Notenblatt

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Liedtext

Die Gedanken sind frei
Wer kann sie erraten?
Sie rauschen vorbei
Wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
Kein Jäger sie schießen;
Es bleibet dabei
Die Gedanken sind frei.