Gemeinfreie Lieder

Eia popeia

Info

Text
Karl Emil Konstantin von Goechhausen (1778-1855)
Musik
Louis Spohr (1784-1859), Nr. 1 aus "Sechs deutsche Lieder" op. 25

Entstehungsgeschichte

Die Lautverbindung „eia popeia" ist als Wiegenruf seit dem Mittelalter nachweisbar; die älteste dokumentierte Version eines zugehörigen Lieds datiert auf etwa 1400 aus Brandenburg. Das Motiv erscheint in zahlreichen regionalen Varianten und wurde 1808 von Arnim und Brentano für „Des Knaben Wunderhorn" aufgezeichnet. Engelbert Humperdinck verwendete das Lied 1893 in seiner Märchenoper „Hänsel und Gretel".

Gemeinfrei

Dieses Lied ist gemeinfrei, da alle beteiligten Urheber seit über 70 Jahren verstorben sind.

Notenblatt

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Liedtext

1. Strophe
Eia popeia, so leise, so lind
wieg dich in Schlummer, du liebliches Kind!
Lass dich nicht stören den hellen Schein,
Muttertreu hütet das Bettchen dein.

2. Strophe
Eia popeia, du liebliches Kind!
Draußen da wütet wohl Sturm und Wind.
Aber was geht uns das Draußen an!
Innen ist Ruhe und draußen ist Wahn!

3. Strophe
Eia popeia, geschwinde, geschwind
schließe die Äuglein, du liebliches Kind.
Mancher, ach, schlösse die seinen so gern!
Aber es bleibet der Schlummer ihm fern.

4. Strophe
Eia popeia, du liebliches Kind!
Engel dir stille Begleiter sind.
Lassen der schmerzenden Sorge nicht Raum,
lächeln und spielen mit dir im Traum.

5. Strophe
Eia popeia, so leise, so lind
wieg dich in Schlummer, du liebliches Kind!
Schein vergeht, aus dem Tag wird Nacht,
Muttertreu liebend wohl ewig wacht.