Gemeinfreie Lieder

Es, es, es und es

Info

Text
ab 1800 in Flugschriften belegt
Melodie
nach dem "Zupfgeigenhansl", Darmstadt 1909

Entstehungsgeschichte

Das Handwerksburschenlied ist in der Gegend von Frankfurt am Main entstanden, wie bereits die erste Strophe mit ihrer expliziten Ortsnennung verrät. Spuren des Textes reichen bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurück; eine erste gedruckte Textfassung datiert auf um 1800. Die Melodie wurde 1838 von Ludwig Erk erstmals gedruckt; ab den 1840er Jahren fand das Lied Aufnahme in zahlreiche deutschsprachige Volksliedersammlungen.

Gemeinfrei

Dieses Lied ist gemeinfrei, da es vor über 70 Jahren anonym veröffentlicht wurde.

Notenblatt

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Liedtext

1. Strophe
Es, es, es und es,
es ist ein harter Schluss,
weil, weil, weil und weil,
weil ich aus Frankfurt muss.
So schlag ich Frankfurt aus dem Sinn
und wende mich, Gott weiß, wohin.
Ich will mein Glück probieren,
marschieren.

2. Strophe
Er, er, er und er,
Herr Meister, leb er wohl!
Er, er, er und er,
Herr Meister, leb er wohl!
Ich sag's ihm grad frei ins Gesicht,
seine Arbeit, die gefällt mir nicht.
Ich will mein Glück probieren,
marschieren.

3. Strophe
Sie, sie, sie und sie,
Frau Meist'rin, leb sie wohl!
Sie, sie, sie und sie,
Frau Meist'rin, leb sie wohl!
Ich sag's ihr grad frei ins Gesicht:
Ihr Speck und Kraut, das schmeckt mir nicht.
Ich will mein Glück probieren,
marschieren.

4. Strophe
Ihr, ihr, ihr und ihr,
ihr Jungfern, lebet wohl!
Ihr, ihr, ihr und ihr,
ihr Jungfern, lebet wohl!
Ich wünsche euch zu guter Letzt
ein'n andern, der meine Stell ersetzt.
Ich will mein Glück probieren,
marschieren.

5. Strophe
Ihr, ihr, ihr und ihr,
ihr Brüder, lebet wohl!
Ihr, ihr, ihr und ihr,
ihr Brüder, lebet wohl!
Hab ich euch was zu Leid getan,
so bitt ich um Verzeihung an.
Ich will mein Glück probieren,
marschieren.