Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht
Info
- Text
- nach "Des Knaben Wunderhorn", 4. Band, 1854. Dort ohne die 4. Strophe. Auch Zuccalmaglio (1803-1869) zugeschrieben, 1825
- Musik
- nach dem elsässischen Volkslied "Es fuhr ein Fuhrknecht übern Rhein", 1807
Entstehungsgeschichte
Der Text wurde 1825 erstmals von Anton Wilhelm von Zuccalmaglio veröffentlicht, der angab, ihn aus dem Bergischen Land gehört zu haben – Volksliedforschern gilt das als unglaubwürdig; vermutlich handelt es sich um eine Eigenschöpfung Zuccalmaglios. Heinrich Heine übernahm 1829 eine leicht abgewandelte Fassung als Mittelteil seines Gedichts „Tragödie". Engelbert Humperdinck verwendete die Melodie 1911 als Leitmotiv seiner Oper „Königskinder".
Gemeinfrei
Dieses Lied ist gemeinfrei, da es vor über 70 Jahren anonym veröffentlicht wurde beziehungsweise der Urheber bereits vor mehr als 70 Jahren verstorben ist.
Notenblatt
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Liedtext
1. Strophe
Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht.
Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht.
Er fiel auf die zarten Blaublümelein,
sie sind verwelket, verdorret.
2. Strophe
Ein Knabe hatte ein Mägdlein lieb,
ein Knabe hatte ein Mägdlein lieb,
sie flohen gar heimlich von Hause fort,
es wusst’s nicht Vater noch Mutter.
3. Strophe
Sie sind gewandert hin und her,
sie sind gewandert hin und her,
sie haben gehabt weder Glück noch Stern,
sie sind verdorben, gestorben.
4. Strophe
Auf ihrem Grab Blaublümlein blühn,
Auf ihrem Grab Blaublümlein blühn,
umschlingen sich zart wie sie im Grab,
der Reif sie nicht welket, nicht dorret.