Gemeinfreie Lieder

In dulci jubilo

Info

Text
wahrscheinlich Heinrich Seuse (1295-1366)
Musik
Erster Druck im Klugschen Gesangbuch 1529

Die alternierend lateinisch-deutsche Version steht im katholischen Gebet- und Gesangbuch Gotteslob unter der Nummer 142, die vollständig deutsche Fassung "Nun singet und seid froh" findet sich im Evangelischen Gesangbuch (EG 35).

Entstehungsgeschichte

Das makaronische Weihnachtslied – mit Strophen in mittelalterlichem Deutsch und Latein abwechselnd – wird dem deutschen Dominikanermystiker Heinrich Seuse (um 1295–1366) zugeschrieben, der es der Legende nach von Engeln gehört habe. Der älteste erhaltene Nachweis findet sich in einer Handschrift des Zisterzienserinnenstifts Altenmedingen (Niedersachsen) aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Das Lied fand Eingang in lutherische Gesangbücher und ist bis heute fester Bestandteil des Weihnachtsrepertoires.

Gemeinfrei

Dieses Lied ist gemeinfrei, da Heinrich Seuse im Jahre 1366 (vor über 70 Jahren) verstorben ist und der erste Druck samt Melodie im Jahre 1529 ebenfalls über 70 Jahre her ist.

Notenblatt

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Liedtext

1. Strophe
In dulci jubilo,
nun singet und seid froh!
Unsres Herzens Wonne,
leit in praesepio
und leuchtet als die Sonne
matris in gremio.
Alpha es et O.
Alpha es et O.

2. Strophe
O Jesu parvule,
nach dir ist mir so weh.
Tröst mir mein Gemüte,
o puer optime;
durch alle deine Güte,
o princeps gloriae.
Trahe me post te!
Trahe me post te!

3. Strophe
Ubi sunt gaudia?
Nirgend mehr denn da,
da die Engel singen
nova cantica
und die Schellen klingen
in regis in curia.
Eia, wärn wir da!
Eia, wärn wir da!

4. Strophe
Mater et filia
ist Jungfrau Maria;
wir wären gar verloren
per nostra crimina:
so hast du uns erworben
coelorum gaudia.
Maria, hilf uns da!
Maria, hilf uns da!