Es ist ein Ros entsprungen (Evangelische Gesangbuch-Fassung)
Info
- Text & Musik
- nach Pater Johann Werlins Liederhandschrift, Kloster Seeon am Chiemsee, 1646. Dort nur die erste Strophe. Die 2. Strophe von Hans Breuer (1883-1918), erschien erstmals im "Zupfgeigenhansl", Darmstadt 1909. Die 3. Strophe entstammt - abgesehen von der geänderten Schlusszeile - einem Wanderlied des Kuhländchens ("Ich waß wohl, wenns gut wandern ist"), überliefert bei Kretzschmer/Zuccalmaglio, "Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen", Berlin 1838-1840
Die Fassung (abweichender Text der 2. Strophe) aus dem Gotteslob finden Sie hier.
Entstehungsgeschichte
Das Lied entstand im 16. Jahrhundert, vermutlich im Trierer Raum, und erschien 1599 erstmals im Druck in Köln. Michael Praetorius (1571–1621) nahm 1609 einen vierstimmigen Chorsatz in seine Sammlung „Musae Sioniae" auf und überarbeitete dabei die zweite Textstrophe – diese Fassung begründete die bis heute anhaltende Bekanntheit des Liedes. Autor des ursprünglichen Textes ist unbekannt; zusätzliche Strophen wurden erst 1844 von Pastor Friedrich Layriz hinzugefügt.
Gemeinfrei
Dieses Lied ist gemeinfrei, da alle beteiligten Urheber bereits vor mehr als 70 Jahren verstorben sind.
Notenblatt
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Liedtext
1. Strophe
Es ist ein Ros entsprungen
aus einer Wurzel zart,
wie uns die Alten sungen,
von Jesse kam die Art
und hat ein Blümlein bracht
mitten im kalten Winter
wohl zu der halben Nacht.
2. Strophe
Das Blümlein, das ich meine,
davon Jesaja sagt,
hat uns gebracht alleine
Marie, die reine Magd;
aus Gottes ewgem Rat
hat sie ein Kind geboren,
welches uns selig macht.
3. Strophe
Das Blümelein so kleine,
das duftet uns so süß;
mit seinem hellen Scheine
vertreibt's die Finsternis.
Wahr' Mensch und wahrer Gott
hilft uns aus allem Leide,
rettet von Sünd und Tod.