Gemeinfreie Lieder

Es wird schon gleich dunkel

Info

Text & Musik
Christkindl-Wiegenlied aus Tirol, erstmals 1913 von Franz Friedrich Kohl (1851-1924) und Josef Reiter (1862-1939) veröffentlicht

Die Fassung mit dem Text in Tiroler Mundart finden Sie hier.

Entstehungsgeschichte

Der Text wurde vom oberösterreichischen Geistlichen Anton Reidinger (1839–1912) verfasst, möglicherweise bereits um 1865 in Bad Ischl; die Erstveröffentlichung erfolgte 1884 unter dem Titel „Krippllied" durch Sigmund Fellöcker. Die Original-Handschrift Reidingers wurde im Stiftsarchiv entdeckt und belegt seine Autorschaft eindeutig – das Lied galt lange irrtümlich als Tiroler Volksweise.

Gemeinfrei

Dieses Lied ist gemeinfrei, da alle beteiligten Urheber bereits vor über 70 Jahren verstorben sind.

Notenblatt

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Liedtext

1. Strophe
Es wird schon gleich dunkel, es wird ja schon Nacht,
drum komm ich zu dir her, mein Heiland, auf d'Wacht.
Wir singen ein Liedlein dem Kindlein, dem kleinen.
Du magst ja nicht schlafen, ich hör dich nur weinen.
Hei-hei, hei-hei! Schlaf süß, herzliebs Kind!

2. Strophe
Vergiss jetzt, o Kindlein, dein' Kummer, dein Leid,
dass du da musst leiden im Stall auf der Heid'.
Es ziern ja die Engel dein Krippelein aus,
möcht schöner nicht sein in dem vornehmsten Haus.
Hei-hei, hei-hei! Schlaf süß, herzliebs Kind!

3. Strophe
Ja Kindlein, du liegst dort im Kripplein so schön;
mir scheint, ich kann niemals von dir dort weggehn.
Ich wünsch dir von Herzen die süßeste Ruh;
die Engel vom Himmel, die decken dich zu.
Hei-hei, hei-hei! Schlaf süß, herzliebs Kind!

4. Strophe
Schließ zu deine Äuglein in Ruh und in Fried,
und gib mir zum Abschied dein' Segen nur mit.
Dann wird auch mein Schlafen ganz sorgenlos sein,
dann kann ich mich ruhig aufs Niederleg'n freun.
Hei-hei, hei-hei! Schlaf süß, herzliebs Kind!