Gemeinfreie Lieder

Nun singet und seid froh

Info

Text
wahrscheinlich Heinrich Seuse (1295-1366); vollständig deutsche Fassung erstmals 1646 in einem Hannoverschen Gesangbuch erschienen
Musik
Erster Druck im Klugschen Gesangbuch 1529

Diese vollständig deutsche Fassung findet sich im Evangelischen Gesangbuch (EG 35), die alternierend lateinisch-deutsche Version "In dulci jubilo" steht im katholischen Gebet- und Gesangbuch Gotteslob unter der Nummer 142.

Entstehungsgeschichte

Die vollständig deutsche Fassung von In dulci jubilo geht auf eine Bearbeitung von Justus Gesinus und David Denicke zurück, die 1646 im Neu Ordentlichen Gesangbuch erschien. Die Grundlage ist das makaronische mittelalterliche Weihnachtslied In dulci jubilo, das Heinrich Seuse (um 1295–1366) zugeschrieben wird; Martin Luther übernahm es in lutherische Gesangbücher, strich jedoch aus theologischen Gründen die Marianische Strophe. Die rein deutschsprachige Fassung wurde zum Standard im evangelischen Kirchengesang.

Gemeinfrei

Dieses Lied ist gemeinfrei, da Heinrich Seuse im Jahre 1366 (vor über 70 Jahren) verstorben ist, der erste Druck samt Melodie im Jahre 1529 ebenfalls über 70 Jahre her ist, ebenso wie die erste Veröffentlichung der vollständig deutschen Fassung im Jahre 1646 in einem Hannoverschen Gesangbuch.

Notenblatt

Sie können das Notenblatt beliebig oft drucken, vervielfältigen und verwenden.

Vorschau Notenblatt

» Notenblatt für "Nun singet und seid froh" (in F-Dur) herunterladen (PDF-Datei)

Liedtext

1. Strophe
Nun singet und seid froh,
jauchzt alle und sagt so:
Unsers Herzens Wonne
liegt in der Krippen bloß
und leucht’ doch als die Sonne
in seiner Mutter Schoß.
Du bist A und O.
Du bist A und O.

2. Strophe
Sohn Gottes in der Höh’,
nach dir ist mir so weh.
Tröst mir mein Gemüte,
o Kindlein zart und rein,
durch alle deine Güte,
o liebstes Jesulein.
Zeuch mich hin nach dir.
Zeuch mich hin nach dir.

3. Strophe
Groß ist des Vaters Huld;
der Sohn tilgt unsre Schuld.
Wir warn all’ verdorben
durch Sünd’ und Eitelkeit;
so hat er uns erworben
die ewig’ Himmelsfreud’.
Eia, wärn wir da!
Eia, wärn wir da!

4. Strophe
Wo ist der Freuden Ort?
Nirgends mehr denn dort,
da die Engel singen
mit den Heil’gen all’
und die Psalmen klingen
im hohen Himmelssaal.
Eia, wärn wir da!
Eia, wärn wir da!